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Einführung in die Programmierung mit Actionscript 3

Flash-Anwendungen begegnen uns im Internet in sehr unterschiedlichen Formen: Als Video- oder Audioplayer, als Online-Spiel oder als Werbeanzeige. Auch ganze Internetseiten werden mittlerweile mit dem von der Firma Adobe vertriebenen Programm Flash erstellt.

Flash hat sich mit der Durchsetzung des Internets stark verbreitet, weil das herkömmliche Internetformat HTML in den Bereichen Sound, Video und Vektorgrafik kaum Unterstützung bietet. Flash fungiert hier als Lückenbüßer und bringt daher auch sehr vielfältige Funktionen mit.

Das Format Flash ist aber mittlerweile kein reines Internetformat mehr. Es ist auch möglich, Flash-Anwendungen für den lokalen Gebrauch zu erstellen. Flash hat sich vor allem bei Lehr- und Präsentationsprogrammen immer weiter durchgesetzt.

Was haben Flash und Actionscript miteinander zu tun?

Den Hintergrund einer Flash-Anwendung bildet immer die Programmiersprache Actionscript, auch dann, wenn der Entwickler der Flash-Anwendung überhaupt keinen Code eingegeben hat. Alle Aktionen die der Entwickler mit dem Entwicklungsprogramm Adobe Flash vollzieht, werden im Hintergrund in einen entsprechenden Actionscript-Code umgesetzt. Die Entwicklungsoberfläche des Programms Adobe Flash errinnert zunächst an ein gewöhnliches Zeichenprogramm. Das selbstständige Programmieren mit Actionscript kommt meist dort vor, wo den gezeichneten Elementen Leben eingehaucht wird, wo also eine Interaktivität vorhanden sein soll.

Abgrenzung von Flash- und Flex-Anwendungen

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Wege, die bei der Erstellung von Actionscript-Projekten gegangen werden können. Das bereits erwähnte Programm "Adobe Flash" eignet sich gut für Projekte, die eher aus dem Bereich des grafischen Designs stammen. Hierzu bietet sich besonders das Zeichenprogramm an, das in Flash integriert ist. Mit diesem Programm ist es möglich, auf intuitive Weise Zeichnungen zu erstellen, die anschließend per Actionscript dynamisiert werden können.

Geht es bei den Anwendungen, die man erstellen möchte, darum, größere Datenmengen zu zu verwalten, etwa im Rahmen eines Präsentationsprogramms, so bietet sich hierfür das Programm Flex (bzw. Flex Builder) an. Das Format Flex ist auch interessant, wenn man komplette Kundenbereiche z.B. für einen Internet-Shop erstellen möchte, weil Flex komplette Nutzeroberflächen mitliefert. Diese Oberflächen können mithilfe einer eigens entwickelten Sprache, dem MXML, sehr schnell entwickelt werden. Das Endformat ist hier aber dasselbe wie bei Flash-Anwendungen. Es handelt sich um sog. "SWFs" (Shock Wave Format).

Ob man sich für Adobe Flash oder Adobe Flex entscheidet, hängt also in erster Linie davon ab, ob man sich eher als grafischer Designer oder als Datenbank-Entwickler ansieht. In diesem Tutorial möchte ich mich ausschließlich auf das Programm Adobe Flash beziehen, weil ich in diesem Bereich die meisten Erfahrungen besitze. Den Schwerpunkt werde ich zudem auf die Erstellung von Vektorgrafiken legen. Die Bereiche Sound und Video werden nur kurz angerissen.

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