Erste Schritte

Die Einarbeitung in das Programm POV-Ray erfolgt am leichtesten mithilfe eines Beispiels. Anhand der Bildbeschreibung einer einfachen roten Kugel können schon alle wichtigen Elemente auch einer komplexen Bildbeschreibung erläutert werden: - Eine Lichtquelle, die Postion des Betrachters und das Objekt selber.

Öffne bitte das Programm POV-Ray (Für den Fall, dass sich POV-Ray nicht im Schnellstartmenü oder auf dem Desktop befindet, liegt die entprechende Datei im Verzeichnis "bin" und heißt "pvengine.exe").

Anschließend bekommst du die Programmoberfläche zu sehen:

Die Programmoberfläche von POV-Ray

Hier siehst du noch einmal das Bild der roten Kugel von vorhin. Darunter findest du den kompletten Quelltext zu diesem Bild.

Eine rote Kugel vor schwarzem Hintergrund

#include "golds.inc"
#include "metals.inc"
#include "glass.inc"
#include "colors.inc"
#include "finish.inc"

camera {
location <-1, 4, 2>
look_at <0, 0, 0>
}

light_source {
<-20, 40, -20>
color White
}

sphere {
<0, 1, 0>
0.5
pigment {color Red}
}

Kopiere einmal diesen Quelltext und füge ihn in das Eingabefeld von POV-Ray ein; anschließend betätige den Button "Run". Bevor das Programm das Bild erstellt, fragt es dich, ob du die geänderte Datei speichern möchtest. Das Speichern ist, ich weiß nicht warum, Voraussetzung dafür, dass das Bild erstellt werden kann.

Anschließend siehst du das Bild mit der roten Kugel oben. Wahrscheinlich wird dein Bild etwas größer dargestellt. Die Größe kannst du bequem verändern, indem du in der Programmieroberfläche links oben unterhalb des Buttons "New" das Ausklappmenü mit den verschiedenen Größenangaben bedienst.

Ausklappmenü

Sobald POV-Ray ein Bild für dich gerendert hat, legt es eine Kopie des Bildes in demselben Ordner ab, im dem auch der Quelltext abgespeichert wurde. Wenn du vorher schon ein Bild erstellt hast, wird es automatisch überschrieben.

Nun zur Erklärung des Quelltextes:

#include "golds.inc"
#include "metals.inc"
#include "glass.inc"
#include "colors.inc"
#include "finish.inc"

Hier werden 5 Dateien eingebunden, in denen Texturen für unsere Objekte definiert werden. In der Datei colors.inc wird z.B. festgelegt, dass die Farbe Orange einen Rotanteil von 100 %, einen Grünanteil von 50 % und einen Blauanteil von 0 % enthält. Normalerweise muss man für die Textur eines Objektes immer alle drei Farbanteile genau angeben. Nachdem man die Datei colors.inc eingebunden hat, braucht man die gewünschte Farbe nur noch aufzurufen und POV-Ray sucht sich selbstständig die Farbanteile aus der Datei colors.inc heraus.

Die anderen Dateien erfüllen ähnliche Funktionen bezogen auf Texturen, die sich durch spezielle Effekte, wie Glanz oder Transparenz auszeichnen. Für unsere rote Kugel könnten alle Dateien bis auf colors.inc aber auch weggelassen werden.

Nun zum nächsten Schritt:

camera {
location <-1, 4, 2>
look_at <0, 0, 0>
}

Hier wurde die Postion ("location") und Blickrichtung ("look_at") des Betrachters festgelegt.

light_source {
<-20, 40, -20>
color White
}

Hier wurde eine Lichtquelle ("light_source") eingefügt, die Voraussetzung dafür dass man überhaupt etwas sehen kann. Die Lichtquelle hat die Position X = -20, Y = 40 und Z = -20. Das Licht enthält das gesamte Lichtspektrum, ist also weiß.

sphere {
<0, 1, 0>
0.5
pigment {color Red}
}

Hier kam unsere Kugel mit der Position X = 0, Y = 1 und Z = 0, dem Radius 0,5 und roter Farbe.

Zur Übersicht Zum nächsten Kapitel