POV-Ray-Tutorial: Ein zweites Bild zur Übung

In der Regel hat man es mit komplexeren Objekten zu tun, als bloß mit einzelnen Kugeln. Neben Quadern, Kegeln, Pyramiden können auch etwas ausgefallenere Objekte wie Kringel, Reifen oder ganze Hügellandschaften direkt aufgerufen werden. In der Regel setzen sich aber selbst komplexe Bilder nur aus geometrischen Grundkörpern zusammen.

Um etwas mehr Sicherheit im Umgang mit POV-Ray zu bekommen, wenden wir uns nun einem etwas komplexeren Objekt, einem Stück Silizium, zu.

Ein Siliziumatom mit seinen 4 Nachbaratomen

Auf dem Bild ist ein Siliziumatom mit seinen insgesamt 4 Nachbaratomen zu sehen. Dieses Objekt habe ich innerhalb einer Arbeit über das Thema Solartechnik verwendet. Hier der Quelltext:

#include "golds.inc"
#include "metals.inc"
#include "glass.inc"
#include "colors.inc"
#include "finish.inc"

camera {
location <5, 1, -5>
look_at <-9, 3, 14>
}

light_source {
<-20, 40, -20>
color White
}

sphere {
<1.5, 1.5, 1.5>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

sphere {
<0, 0, 3>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

sphere {
<3, 0, 0>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

sphere {
<3, 3, 3>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

sphere {
<0, 3, 0>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

cylinder {
<1.5, 1.5, 1.5> <3, 0, 0>, 0.02
pigment {color Grey}
}
cylinder {
<1.5, 1.5, 1.5> <0, 3, 0>, 0.02
pigment {color Grey}
}
cylinder {
<1.5, 1.5, 1.5> <0, 0, 3>, 0.02
pigment {color Grey}
}
cylinder {
<1.5, 1.5, 1.5> <3, 3, 3>, 0.02
pigment {color Grey}
}

Zur Erklärung des Quelltextes:

In den ersten Zeilen siehst du, wie in jedem Dokument, die pauschalen Angaben zur Einbindung externer Dateien. Anschließend werden die Positionen des Betrachters und und des Lichts festgelegt. Nun zu den Objekten:

sphere {
<1.5, 1.5, 1.5>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

sphere {
<0, 0, 3>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

sphere {
<3, 0, 0>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

sphere {
<3, 3, 3>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

sphere {
<0, 3, 0>
0.3
pigment {color Cyan}
finish {Shiny}
}

Das mittlere Atom hat die Koordinaten 1,5/1,5/1,5 und kommt gleich als erstes. Anschließend folgen die Nachbaratome. Um die Position der Atome etwas anschaulicher zu machen, habe ich hier einmal zusätzlich die Koordinatenachsen eingezeichnet.

Das Bild von oben. Zusätzlich wurden die Koordinatenachsen
eingezeichnet

Nun zu den grauen Stäben, die ja nichts anderes als langgezogene Zylinder sind:

cylinder {
<1.5, 1.5, 1.5> <3, 0, 0>, 0.02
pigment {color Grey}
}

Dieser Zylinder verbindet die Punkte 1,5/1,5/1,5 mit 3/0/0 und hat einen Durchmesser von 0,02. Da immer das mittlere Atom mit seinen Nachbarn verbunden werden soll, wird die erste Koordinate beibehalten, während die zweite Koordinate immer der Position des enstsprechenden Nachbaratoms entspricht.

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